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Ausgelastete Hunde sind zufriedene Hunde

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Ist der Schnauzengriff für die Hundeerziehung geeignet?

Der Schnauzengriff, oder auch Schnauzgriff, wird von einigen Hundehaltern als eine Art "Allheilmittel" in der Hundeerziehung angewendet – dabei ist die Methode alles andere als wirksam und nicht nur deshalb abzulehnen. Tierschützer bezeichnen die Maßregelung als brutal und absolut ungeeignet für den artgerechten Umgang mit Tieren.

Der Schnauzengriff ist ein Griff, bei dem der Hundehalter seinen Vierbeiner von oben über die Schnauze greift und mit mehr oder weniger starkem Druck die Lefzen gegen die darunterliegenden Zähne presst. Für Hunde ist dies sehr unangenehm und mit zum Teil großen Schmerzen verbunden. Welpen und junge Hunde schreien manchmal regelrecht auf, wenn der Griff gegen sie angewendet wird. Daher sollten Sie diese Methode nicht benutzen, um Ihren Hund zu disziplinieren.

 

Schnauzengriff: Mögliche Folgen der brutalen Erziehungsmethode

Tierschützer sowie verantwortungsvolle Hundebesitzer prangern jegliche Form der körperlichen Züchtigung von Hunden an. Der Schnauzengriff kann als tätlicher Übergriff auf den Hund betrachtet werden. Er kann sogar dazu führen, dass der Hund Angst vor der Hand des Herrchens oder Frauchens bekommt, danach schnappt und aggressiv wird.

Wird ein Tier mit Schmerzen erzogen, sind Verhaltensauffälligkeiten wie Aggressionen oder eine Angststörung meist die Folgen. Die Mensch-Hund-Freundschaft kann nachhaltig geschädigt werden.

 

Wird der Schnauzgriff von der Hundemutter angewendet?

Hundehalter, die den Schnauzgriff in der Hundeerziehung rechtfertigen, bringen oft das Argument vor, dass doch auch die Hundemutter ihre Welpen in die Schnauze beißt, wenn diese sich nicht benehmen. Dies kann so leider nicht stehen bleiben. Tatsächlich wenden Hundemütter den Schnauzgriff bei ihren Jungen an, wenn diese bei unerwünschtem Verhalten auch nach mehrmaliger Verwarnung nicht hören wollen. Allerdings ist der innerartliche Schnauzengriff nicht vergleichbar mit dem vom Menschen angewendeten, schmerzhaften Griff an den Fang.

Eine Hundemutter würde niemals so feste zupacken, dass ihre Welpen Schmerzen empfinden und quietschen. Der innerartliche Schnauzengriff basiert auf instinktiven und von der Hundemutter äußerst gut kontrollierten Verhalten, um ihren Welpen gewissermaßen eine erzieherische Ruhepause zu verordnen. Der Welpe hält im Mamamaul sofort ganz still, beruhigt sich und wird dann wieder aus dem Fang der Mutter entlassen.

Noch einmal: Diese Maßnahme von Mutter zu Welpe kann nicht gleichgesetzt werden, mit einem schmerzhaften Griff eines Menschen an die Lefzen eines Hundes.
Darüber hinaus setzen Hunde den Griff auch spielerisch ein. Ohne jeglichen Druck auszuüben, schnappen die Hunde ganz zärtlich nach der Schnauze eines Artgenossen.

 

(Quelle: einfachtierisch.de)

 

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