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Ausgelastete Hunde sind zufriedene Hunde

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Negative Verstärkung in der Hundeerziehung.

In der Hundeerziehung gibt es die positive Verstärkung und die negative Verstärkung. Bei beiden Methoden geht es darum, dass das Verhalten eines Hundes bestimmte Konsequenzen hat – der Hund soll lernen, dass seine Handlungen etwas zur Folge haben und entsprechend zu handeln. Negative Verstärker tragen dazu bei, dass der Vierbeiner ein bestimmtes Verhalten ablegt.

Bei der positiven Verstärkung folgt auf ein erwünschtes Hundeverhalten eine für die Fellnase angenehme Konsequenz: Der Hund setzt sich beim Kommando "Sitz" – der Hund bekommt ein Leckerli. Negative Verstärkung meint hingegen, dass etwas Unangenehmes, ein negativer Reiz, der von Ihnen auferlegt wird, entfernt wird und der Hund sieht: So muss ich handeln, damit es angenehm wird. 


Negative Verstärkung: Eine Erklärung
Negative Verstärkung erklärt man am besten an einem Beispiel. Das Grundlegende ist: Ein für Ihren Wuff negativer Reiz wird entfernt. Auf ein erwünschtes Hundeverhalten folgt also das Verschwinden eines unangenehmen Ereignisses, Signals oder Verhaltens Ihrerseits. Wenn Sie Ihrem Vierbeiner etwa das Kommando "Platz" beibringen möchten, können Sie ihn leicht auf sein Hinterteil beziehungsweise Rücken drücken, um ihn zum Hinlegen aufzufordern. Für den Hund ist das Drücken ein negativer, unangenehmer Reiz. Legt sich Ihr Hund nun hin und Sie hören damit auf, ihn herunterzudrücken, entfernen Sie den negativen Reiz und Ihr Hund fühlt sich besser. Das Hinlegen ist hier das negativ verstärkte Verhalten.


Negative Verstärker in der Hundeerziehung
Negative Verstärker, in dem Beispiel gerade also die Hand auf dem Rücken, gibt es in zahlreichen Variationen. Auch die Stimme, etwa Lautäußerungen wie ein lautes "Aus!" oder ein Räuspern können negative Verstärker sein. Ebenso verschiedene Signale, die Sie durch Gestik und Mimik vermitteln. Ihr Hund kann zum Beispiel Gesichtsausdrücke und Stimmung erkennen: Blicken Sie ihn finster an, kann dies ein negativer Verstärker sein.

Beispiel: Sie sitzen beim Abendessen und Ihr Hund legt die Schnauze sehnsüchtig auf den Tisch. Daraufhin strafen Sie ihn mit einem finsteren Blick und einer angespannten Körperhaltung. Ihr Hund deutet dies als unangenehm und möchte, dass Sie sich wieder entspannen. Geht er von Tisch weg, lösen Sie Ihre Düstermiene und entspannen sich wieder – der Hund deutet dies dann wiederum als gut und wird bestenfalls fortan vom Esstisch fern bleiben, um Ihren bösen Blick zu entgehen. Sie haben somit ein erwünschtes Verhalten des Hundes negativ verstärkt.


Negative Verstärkung ist keine Bestrafung
Sie dürfen die negative Verstärkung nicht mit Bestrafung verwechseln. Ein negativer Verstärker wirkt auf gewisse Art als Belohnung und hat einen Verhaltensaufbau zur Folge. Wichtig ist, dass der negative Verstärker nicht in Form von Schmerzen oder brutalem Verhalten durchgeführt wird. Stachelhalsbänder etwa, die das Verhalten nicht an der Leine zu ziehen, negativ verstärken, indem Sie Ihrem Hund beim Zerren wehtun und ähnliche Methoden sind natürlich absolut tabu in der Hundeerziehung. Bestenfalls finden Sie ein gutes Mittelmaß zwischen positiver und negativer Verstärkung und achten ansonsten auf liebevolle Konsequenz.

 

(Quelle: einfachtierisch.de)

 

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