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Ausgelastete Hunde sind zufriedene Hunde

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Der richtige Riecher: Geruchssinn beim Hund

Der Hund gilt als sogenanntes Nasentier, das bedeutet, dass er seine Umwelt im Wesentlichen über den Geruchssinn wahrnimmt. Hunde können aus Gerüchen ganze Geschichten, Stimmungen und sogar Krankheiten herausriechen. Die Hundenase ist ein durch und durch faszinierendes Sinnesorgan.
 

Für Menschen spielt der Geruchssinn nur eine unbewusste Rolle, viel stärker nehmen sie Eindrücke über die Augen und Ohren wahr. Der Verstand interpretiert diese Sinneswahrnehmungen anschließend und fügt sie in einen Zusammenhang ein. Der Hund aber ist ein "Makrosmat" – der Begriff kommt aus dem Griechischen und lässt sich mit "Großriecher" übersetzen. Die meisten Eindrücke von seiner Umwelt sammelt ein Hund über die Nase.

 

Geruchssinn von Hund und Mensch: Unterschiede:
Menschen besitzen etwa fünf Millionen Riechzellen in ihrer Nase, während ein Hund im Durchschnitt über 125 bis 220 Millionen Riechzellen verfügt. Die Anzahl ist allerdings von der Hunderasse abhängig. Ein Deutscher Schäferhund liegt am oberen, ein Mopsam unteren Ende der Skala. Das liegt daran, dass die Nasengröße und Nasenform bei den verschiedenen Hunderassen stark variiert. Trotzdem ist der Geruchssinn bei Hunden grundsätzlich sehr viel besser und feiner als der menschliche Geruchssinn.

Die Riechschleimhaut beim Hund ist mit rund 150 Quadratmetern viel größer als die des Menschen, der sich mit fünf Quadratzentimetern Riechschleimhaut begnügen muss. Das entspricht in etwa dem Größenunterschied zwischen einem DIN-A4-Blatt und einer Briefmarke. Die Hundenase ist im Inneren zudem noch komplexer aufgebaut als die Menschennase, sodass die Vierbeiner Gerüche viel differenzierter wahrnehmen können als ihr Herrchen oder ihr Frauchen. Kocht der Mensch beispielsweise eine Tomatensuppe, riecht er das Gericht nur in seiner Gesamtheit. Ein Hund kann hingegen einzelne Gewürze und die kleinsten Zutaten herausriechen. Das liegt daran, dass Hunde schneller atmen können als Menschen und gleichzeitig Gerüche in ihrer Nase "speichern", um sie genau zu untersuchen. Hunde können außerdem ihre Nasenlöcher unabhängig voneinander bewegen und so bestimmen, aus welcher Richtung ein Geruch kommt.

Können Hunde Krankheiten und Emotionen riechen?
Oft wird Tieren nachgesagt, sie hätten eine Art sechsten Sinn, mit dem sie Ereignisse vorausahnen und Empfindungen von Menschen erfühlen können. Dabei liegt es nur an ihrem feinen Geruchssinn, wenn Hunde dazu fähig sind, die Stimmung ihres Halters zu bemerken oder sogar Krankheiten und Anfälle "vorauszusehen". Anscheinend riechen Menschen anders, wenn sie Krebs haben, ein epileptischer Anfall droht oder der Blutzuckerspiegel von Diabetikern zu hoch oder zu niedrig ist. In diversen Studien soll die Trefferquote von Hunden bei mehr als 90 Prozent gelegen haben, wenn es darum ging, bestimmte Krebsarten zu erriechen.

Emotionen setzen biochemische Prozesse im Körper frei, sodass sich der Geruch dabei verändert. Menschen bemerken dies nicht, doch ein Hund bekommt es mit. Es stimmt also, dass Hunde Angst riechen können. Sie riechen jedoch auch, wenn Sie traurig, bedrückt, fröhlich, unruhig oder gelassen sind.

Spürhunde bei der Arbeit:
Den differenzierten, feinen Geruchssinn von Hunden machen sich Polizisten, Rettungskräfte, Jäger und Gourmets zunutze. Die Hundenase ist sehr lernfähig und so können Sie einen Hund darauf trainieren, auf bestimmte Gerüche zu reagieren. Manche Hunde erschnüffeln Sprengstoff oder Rauschgift, andere können riechen, ob sich unter Trümmern nach einer Katastrophe noch Menschen befinden. Wieder andere Spürhunde sind besonders gut darin, Fährten aufzunehmen und zu verfolgen. Und dann gibt es noch die Trüffelhunde, die die seltenen Pilze im Boden entdecken. Der Vorteil gegenüber Trüffelschweinen ist, dass Hunde die kostbare Gourmetzutat nicht beschädigen oder selbst verzehren.

 

(Quelle: einfachtierisch.de)

 

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