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Ausgelastete Hunde sind zufriedene Hunde

Fährtenarbeit

Der Hund als Nasenspezialist wurde schon früh von den Menschen zur Suche eingesetzt. Die Anzahl der Riechzellen ist um ein Vielfaches höher als beim Menschen. 

Bei der Fährtenarbeit im Hundesport wird von einem Fährtenleger eine Spur (Wiese, Acker,...), die Fährte, gelegt. Dabei legt er auf dieser Fährte Gegenstände (Kunststoff, Holz, Leder, 5/1/0,5 cm) ab, die der Hund bei der Ausarbeitung (dem Absuchen) entweder zu verweisen (passiv anzuzeigen) oder aufzunehmen hat. Der Hundeführer folgt dem Hund beim Fährten mit 10 Metern Abstand. Je nach Ausbildungsstand des Hundes wird die Fährte vom Hund in einer bestimmte Zeit (20 min bis 3 h) nach der Fährtenlegung ausgearbeitet.

Man unterscheidet Eigenfährten und Fremdfährten.
Bei der Eigenfährte wird die Fährte vom Hundeführer selbst gelegt und bei der Fremdfährte von einer Fremdperson.

Die Fährtenausbildung ist ein Hundesport für jung und alt, dies gilt für den Menschen wie auch für das Tier. Grundsätzlich können alle Hunde zum Fährtenhund ausgebildet werden. Das Alter des Hundes ist für die Ausbildung nicht sehr wichtig, aber auch hier gilt: "Früh übt sich." So kann ich die Fährtenarbeit schon im Alter von 2-3 Monaten beginnen muss aber bei einem Welpen darauf achten, dass er nicht überfordert wird. (Kurze Aufgaben stellen ca. 20 Schritte). Ansonsten gibt es keine Altersbegrenzung. Auch älteren Hunden kann noch das Fährten antrainiert werden.

Fährtenhundausbildung ist Fleißarbeit und ein sehr zeitaufwendiges Hobby, je nach Veranlagung und Vorhaben kann man entweder täglich Üben oder auch nur 2-3 Mal wöchentlich.

Fährtenarbeit ist eine gute Beschäftigung für den Hund, da es ihn extrem fordert. Er muss hoch konzentriert arbeiten, wenn er eine Fährte sauber ausarbeiten soll. So ist der Hund geistig beschäftigt und ausgelastet zu gleich. Das individuelle Riechvermögen eines Hundes ist aber unter anderem abhängig von der Körpergröße, der Nasenform, der Nasenauskleidung und dem Pigmentreichtum im Bereich der Riechnerven. So haben z.B. kleinere Hunde weniger Riechzellen als größere. Kurznasige Rassen haben häufig Atemschwierigkeiten, manchmal auf Grund zu kleiner Nasenlöcher.

Das Alter des Hundeführers ist dabei völlig uninteressant und die Sucharbeit kann bis ins hohe Alter betrieben werden. Jeder, der sich dazu entscheidet, sollte sich daher im klaren sein, dass er diesem Hobby viel Zeit zur Verfügung stellen muss, wenn er einen sicher arbeitenden Fährtenhund haben möchte.  

Aufgrund der geringen Nachfrage wird Fährtenarbeit  zur Zeit nicht angeboten.

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